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Selbstführung

Woher soll ich wissen, was ich will?


Der erste Schlüssel zu Verantwortung heißt ABSICHT, er stellt also die Frage nach „Was will ich?“. Diese Frage stellt sich auf unterschiedlichen Ebenen:


Auf The Responsibility Process® bezogen heißt die Frage: Was will ich bezüglich meines Problems? Darüber Klarheit zu haben, ermöglicht den Schritt über die Linie zum mentalen Zustand VERANTWORTUNG, sodass ich bezüglich meiner Stärke und Kreativität aus dem Vollen schöpfen kann und Wahlfreiheit habe.


Selbst ohne ein Problem zu haben, ist die Frage nach der Absicht wirkungsvoll: Was wollen wir in diesem Meeting erreichen? Wofür ist die Erledigung dieser Aufgabe nützlich? Welchen Beitrag will ich in diesem Projekt leisten? Diese Antworten geben uns für konkrete Vorhaben Richtung, Antrieb und Erfolgserlebnisse.


Über eine andere Ebene bin ich zu Beginn der Auseinandersetzung mit meiner Verantwortungs-Routine immer wieder gestolpert: Wohin will ich im Leben? Was sind meine Lebensziele? Wer will ich sein?

Diese Fragen haben bei mir Verunsicherung ausgelöst, die mich in den mentalen Zuständen SCHÄMEN und VERPFLICHTUNG gehalten hat: Mit mir stimmt doch was nicht, dass ich das nicht weiß. Und jetzt muss ich das herausfinden, bevor ich sinnvoll irgendeine Entscheidung treffen kann. Aber woher soll ich das denn wissen, wenn ich es doch bisher auch nicht geschafft habe, das herauszufinden? Ich, mal wieder zu doof für alles!


Unangenehmer Zustand – und keiner, aus dem heraus man auch nur einen Schritt weiterkäme bei der Beantwortung der Lebensziele-Frage. Für Entspannung gesorgt haben zwei Aussprüche meines Mentors Bill McCarley:

What if the way it is now is perfect?

Diese Frage hängt immer noch an meinem nach wie vor nicht besonders visionären Vision Board. Und sie nimmt Tempo aus meinen Gedankenspiralen, denn ich beschäftige mich gedanklich erstmal mit der Annahme, dass ich jetzt gerade schon mein perfektes Leben führe. Perfekt heißt: Ich muss nichts ändern! Und das katapultiert mich sowohl aus dem Gefühl, dass mit mir etwas verkehrt wäre, als auch aus dem Pflichtgefühl, etwas ändern zu MÜSSEN. Der zweite Ausspruch passt dazu:

You can always tell what you want: Just look at what you are doing!

Das bringt zusätzliche Entschleunigung: Ich schaue mir erstmal an, was ich jetzt gerade tu und prüfe, ob es etwas ist, das ich will. Dem liegt zugrunde, dass mir mein Leben ja nicht einfach passiert, sondern ich mich – wenn auch nicht immer in vollem Bewusstsein – für Taten, Gedanken und Gefühle entschieden habe, die ihre Daseinsberechtigung haben und irgendeinen Sinn für mich erfüllen. Das kann ich erstmal versuchen, besser zu verstehen und mich von dort voranlernen.


Dafür nutze ich also zuerst den zweiten Schlüssel zu Verantwortung AUFMERKSAMKEIT, um ich bei Dingen zu erwischen und sie einer Prüfung zu unterziehen, wie gern ich sie tu und inwiefern sie auf eine ABSICHT einzahlen, die ich auch weiterhin verfolgen will.


Für dieses Erwischen kann ich mir z.B. einen regelmäßig klingelnden Wecker stellen, der mich daran erinnert, meinen gegenwärtigen Zustand einmal zu durchleuchten.


Und natürlich kann man Techniken benutzen, die einem helfen, die eigenen Grundwerte herauszufinden, sodass mir bewusster wird, was mir wirklich wichtig ist im Leben. Dann kann ich abgleichen, ob mein aktueller Lebensstil dem eigentlich entspricht.


Außerdem ist „Erfolge feiern“ ein hilfreiches Werkzeug, um die eigenen Absichten besser kennenzulernen. Ein Erfolg ist im Responsibility-Kontext eine entdeckte oder erfüllte Absicht. Ich schreibe mir jeden Tag diese Erfolge auf. Das sind keine Meisterschaftssiege oder Riesenmeilensteine im Leben. Ein Beispiel sind erledigte Aufgaben von meiner To-do-Liste. Oder ein Essen, das ich genossen habe. Das kann die entdeckte Absicht sein, öfter selbst zu backen. Manchmal ist es auch „nur“ die Erkenntnis, dass ich mich morgens duschen und anziehen wollte und das gemacht habe. Klingt klein und unbedeutend – wäre aber ohne meine Absicht nicht passiert.

Für manche Menschen ist es leichter, den Erfolg über Dankbarkeit anderen gegenüber zu entdecken. Wenn wir anderen für etwas dankbar sind, steckt meistens eine entdeckte oder erfüllte Absicht dahinter.


Meine Verkrampfung, wissen zu MÜSSEN, was ich im Leben will, hat sich durch diese unterschiedlichen Ansätze und Perspektiven deutlich gelöst. Und ab da fühlte sich die Selbsterforschungsreise viel leichter und spielerischer an, denn der Druck war weg. Es blieb nur die Motivation über, mehr von dem im Leben zu haben, was ich in meinem Leben haben will.


Ich wünsche dir viel(e) Erfolg(e) auf deinem Weg zu klaren Absichten!


Führe dich selbst zuerst!


Nadine und Henning Wolf, selbstführen W2 GmbH

Telefon: +49 4152 934 90 85, kontakt@selbstfuehren.de

www.selbstfuehren.de

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