Unser Mentor Bill McCarley hat sich mit der Frage beschäftigt, warum viele Menschen ihre selbst gesetzten Ziele nicht erreichen – obwohl sie doch womöglich S.M.A.R.T formuliert und wirklich durchdacht sind (hier auf seiner Webseite auf Englisch nachzulesen). Bill sieht folgende Ursachen im Scheitern:

  • Oft sind es Ziele, die wir uns gar nicht selbst gesetzt haben, sondern die von außen kommen, z.B. aus der Reihe der Vorgesetzten oder aufgrund anderer expliziter oder impliziter Erwartungen, die wir glauben, erfüllen zu müssen. Diese Steuerung von außen erzeugt Widerstand in uns.
  • Weil die Ziele aus dem mentalen Zustand VERPFLICHTUNG angegangen werden, landen wir gern beim Prokrastinieren. Eigentlich wollen wir gar nicht an unserem Ziel arbeiten, also tun wir es auch nicht, sondern lenken uns mit spannenderen oder weniger überwältigenden Themen ab.
  • VERPFLICHTUNG führt dazu, dass das Ziel nur über Disziplin zu erreichen ist. Dadurch bekommt das ganze Vorhaben eine Schwere, die unsere Begeisterung und die Erfolgsaussichten deutlich reduziert.

Wie müssen Ziele sein, damit wir sie mit Freude und Leichtigkeit erreichen? Dafür liefert Bill folgende vier Anhaltspunkte:

1. Klare ABSICHT
Ein Ziel ist die Absicht, ein Ergebnis zu erreichen. Wenn mir meine Absicht nicht klar ist, werde ich nur schwer vorankommen. Ein wirksames Ziel wird mir helfen, meine Absicht zu verdeutlichen. Wenn mir die Absicht nicht klar ist, muss ich vielleicht mein Ziel anpassen.

2. AUFMERKSAMKEIT aufs Ziel ausgerichtet
Der Weg zu Ergebnissen startet bei meiner Absicht und führt dann zu meiner Aufmerksamkeit, die auf das ausgerichtet ist, was zum Erreichen des Ergebnisses notwendig ist. Der weitere Weg zum Erfolg führt mich zu meinem Einsatz, meinem Handeln, meinem Tun. Und auch dafür muss sich meine Aufmerksamkeit auf das richten, was getan werden muss. Das Ziel sollte mich also dazu bringen, mich konzentrieren zu können und fokussiert zu fühlen. (Erläuterung zu ABSICHT und AUFMERKSAMKEIT: Blogpost zu den drei Schlüsseln zu Verantwortung.)

3. VERPFLICHTUNG entfernen
Bei einer Verpflichtung habe ich das Gefühl, etwas tun zu müssen und keine Wahl zu haben. Verpflichtung wird zur Last. Viel zu oft werden Ziele zu Verpflichtungen, sodass uns die Last überwältigt, die sich aus dem Widerstand gegen das, was für die Zielerreichung zu tun ist, ergibt. Ein wirksames Ziel hingegen beseitigt das Gefühl der Verpflichtung. Oft starten wir bei Zielen mit einem Wunsch und mit Begeisterung, erst später wird es zur Verpflichtung. Sobald das passiert, muss ich mein Ziel überdenken, denn dann wirkt es nicht mehr. Ich muss es anpassen, indem ich Verpflichtung entferne.

4. Energieerzeugung
Wirksame Ziele erzeugen Energie und Spannung. Die Motivation, etwas zu erreichen, wird zur treibenden Kraft. Niemand muss uns zu etwas zwingen. Hingabe und Commitment sind so stark mit meinem Ziel verbunden, dass ich das Verlangen habe, ins Tun zu kommen. Mit einem wirksamen Ziel werde ich ob des noch vor mir liegenden Weges weder eingeschüchtert sein, noch aufgeben wollen oder mich ausgeliefert und verpflichtet fühlen, etwas zu tun.

Wie sehen deine Ziele aus? Erfüllen sie diese vier Eigenschaften? Wenn ja, viel Freude beim Umsetzen! Wenn nein, passe sie an oder lasse sie los.

Wenn du beim Anpassen oder auch beim Loslassen gern Unterstützung hättest, melde dich gern bei uns.

Ansonsten empfehlen wir dir den Intensivkurs Responsibility – der hat bei uns für den größten Effekt bezüglich klarer Ziele gesorgt. Einen weniger (zeit- und geld-)intensiven und trotzdem kraftvollen Einstieg liefert dir unser E-Learning Selbstführung mit The Responsibility Process.



Führe dich selbst zuerst!

Nadine und Henning Wolf, selbstführen W2 GmbH
Telefon: +49 4152 6244, kontakt@selbstfuehren.de
www.selbstfuehren.de

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