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Selbstführung

„Zweifeln wir an der Power, dann powern wir nur unsere Zweifel“



Die Fantastischen Vier sprechsingen diese Textzeile in ihrem Song „Einfach sein“, und ich hatte sie mir schon als Notiz auf meinem Smartphone gespeichert bevor ich The Responsibility Process® kannte. Wahrscheinlich hat sie mich damals angesprochen, weil ich Wortspiele mag, mir das Zweifeln an meiner Stärke ein ständiger Begleiter war und ich gleichzeitig das große Bedürfnis hatte, kraftvoll und stark zu sein. Der Satz (und der Song) lassen einen schmunzeln und vielleicht zustimmend nicken, aber eine Anleitung wie das gehen kann, liefert er nicht mit. Die Zeile „Doch was du brauchst, das ist Vertrauen und Fantasie“ gibt einen schönen Hinweis auf das, was Zweifel ersetzen kann, aber konkrete Hilfestellung ist das noch nicht. Durch die Auseinandersetzung mit The Responsibility Process® und dem Material aus dem Intensivkurs dazu habe ich inzwischen mehr Ideen für die Umsetzung an der Hand: Die eigene Kraft, Macht, Stärke wahrnehmen, bewusst machen und anerkennen. Ich führe zum Beispiel ein Tagebuch, in das ich mir jeden morgen meine Erfolge vom Vortag aufschreibe: Dinge, die passiert sind, weil ich es wollte. Mir fiel da am Anfang wenig ein, und ich habe natürlich Sachen wie „Ich habe heute morgen geduscht und mich angezogen“ nicht gelten lassen. Ist doch selbstverständlich, das kann ja jeder. Zum einen stimmt das nicht, wie jeder weiß, der mal einen Arm in Gips hatte oder eine andere körperliche Einschränkung hat. Und zum anderen ist unserem Gehirn ziemlich egal, ob das Ergebnis schwer oder einfach zu erreichen war. Denn andersherum ist klar: Wenn ich mich nicht hätte duschen oder anziehen wollen, wäre das nicht passiert. Und nur dieses Bewusstsein zählt. Eine Kollegin hat neulich erzählt, dass sie einen Kunden im Leadership-Programm eine halbe Stunde lang solche Erfolge hat aufzählen lassen, weil er so wenig Verbindung zu seiner Stärke und seiner Wirkung hatte. Diese Übung werde ich mir merken, wenn ich mal wieder an meiner Power zweifle. Im Lied heißt es „Es könnt’ alles so einfach sein, isses aber nicht.“ Das fand ich früher lustig und beruhigend, weil es eine herrliche Rechtfertigung ist. Inzwischen löst es eher Widerstand in mir aus, gerade weil es mich unterhalb der Linie in Rechtfertigen hält. Und solange ich dem Glauben anhafte, dass es nicht einfach ist, ist es das auch nicht. Dabei steckt in Glaubenssätzen so viel Power. Weniger nützliche Glaubenssätze haben eine starke Rückhaltekraft. Wenn ich also einen Glaubenssatz habe wie „Mir hört ja eh keiner zu, am Ende lasse ich mir immer die Butter vom Brot nehmen“, dann wird der starken Einfluss auf meine Performance haben. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich mir so mit meinen Ideen kein Gehör und keine Wirkung verschaffen kann. Das tolle an Glaubenssätzen ist, dass sie nicht nur in Abwärts-, sondern auch in Aufwärtsdynamik funktionieren: Wenn ich einen Glaubenssatz habe wie „Ich bin inspirierend und wirkungsvoll“, lade ich etwas anderes in meine Welt ein. Mit so einer Haltung ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass mir zugehört wird. Weniger nützliche Glaubenssätze in nützlichere zu transformieren, hat mir jedenfalls zu mehr Power verholfen. Es klappt meistens nicht, tief verankerte Überzeugungen von heute auf morgen umzuwandeln, aber für mich zahlt es sich aus, stetig dranzubleiben, um mit einer Selbstanschauung durch die Welt zu gehen, die Freiheit, Kraft und Optionen beschert. Und danke an Die Fantastischen Vier für die Inspiration, denn Vertrauen (in mich und meine Power) und Fantasie sind fürs Finden neuer nützlicher Glaubenssätze wirklich hilfreich. Wie gehst du damit um, wenn dir Zweifel an deiner Power im Weg stehen? Schreibe uns gern deine Erfahrung.



Führe dich selbst zuerst!

Nadine und Henning Wolf, selbstführen W2 GmbH

Telefon: +49 4152 934 90 85, kontakt@selbstfuehren.de

www.selbstfuehren.de

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