The Responsibility Process®



The Responsibility Process® beschreibt, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir auf ein Problem treffen. Problem meint hier: Ich habe etwas, das ich nicht will. Oder: Ich will etwas, das ich nicht habe. Es ist ein aus 30 Jahren Feldstudien entstandenes Modell, das vier mentale Zustände (Beschuldigen, Rechtfertigen, Schämen, Verpflichtung) beschreibt, die wir auf dem Weg zu Verantwortung durchlaufen, und zwei (Leugnen, Aufgeben), die nur manchmal durchlaufen werden. Freiheit, Kraft, Kreativität und Optionen stehen uns vor allem im mentalen Zustand Verantwortung zur Verfügung.

Alle diese Zustände sind angeboren und menschlich. Wir können sie in kaum wahrgenommenen Millisekunden durchlaufen oder für ein paar Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre darin steckenbleiben. Das Modell bringt Praktiken mit (Die drei Schlüssel zu Verantwortung), die es uns ermöglichen, eine lebenslange Verantwortungs-Routine zu entwickeln, sodass wir uns schneller in Zuständen unterhalb von Verantwortung erwischen und schneller durch den Prozess zu Verantwortung gelangen können.

Vorläufer dieses Verantwortungsbegriffes finden sich bereits bei Jesus, Buddha und anderen spirituellen Ursprüngen, tauchen bei Sokrates und Aristoteles und anderen Philosophen des Existenzialismus ebenso auf wie in Alfred Adlers Individualpsychologie und den est-Trainings von Werner Erhard. Bei Marshall Thurber (Money & You®) umfasste der Prozess zunächst Rechtfertigen und Beschuldigen, Bill McCarley hat diesen dann zur heutigen Fassung ergänzt. Bills Mentee Christopher Avery ist der „Responsibility Guy“, der das Buch zum Prozess geschrieben hat und das Thema in die Welt trägt.